Leben und Werk der Übersetzer

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Paikka

Pinni B 4114, Kanslerinrinne 1

Järjestäjä(t)

Saksan kielen, kulttuurin ja kääntämisen tutkinto-ohjelma / COMS

Maailman kirjallisuutta tunnetaan yleensä vain käännösten kautta ja ensisijaisesti kääntäjien ansiosta. Mutta kuinka paljon me tiedämme kääntäjistä? Harvoin edes heidän nimensä. Germersheimer Übersetzerlexikon (UeLEX) yrittää paikata tätä aukkoa. Tämä kääntäjien tietosanakirja on digitaalinen ja netissä vapaasti käytettävissä.

Andreas F. Kelletat ja Aleksey Tashinskiy (Mainz / Germersheim) kertovat miten tätä hanketta toteutetaan.
 

Esitys on saksankielinen ja kaikille avoin.

 

LEBEN UND WERK DER ÜBERSETZER

Zu einem neuen germanistisch-interkulturellen Forschungsfeld

Vorlesung von Andreas F. Kelletat und Aleksey Tashinskiy (Mainz / Germersheim).

Es gibt sehr viele Schriftsteller-Lexika, Philosophen-Lexika, Komponisten-Lexika, Künstler-Lexika und für 348 Euro kann man sogar ein dreibändiges Internationales Germanisten-Lexikon erwerben. Ein Übersetzer-Lexikon indes existiert für den deutschen Sprachraum bisher nicht. Warum eigentlich nicht? Sind die Übersetzer für die deutsche Literatur- und Kulturgeschichte weniger wichtig als Germanisten?

Die Literaturen der Welt kennen wir alle fast ausschließlich aus Übersetzungen. Denn wer schon dürfte von sich behaupten, alles oder zumindest vieles im jeweiligen Urtext lesen zu können? Das gut 3000 Jahre alte Gilgamesch-Epos oder die Hexameter-Gesänge Homers, die altfranzösischen Ritterromane oder ihre mittelhochdeutschen Übersetzungen bzw. „Retextualisierungen“ (Bumke), die arabischen Erzählungen aus 1001 Nacht, Dantes Divina Comedia, die Romane von Cervantes, Laurence Sterne, Flaubert, Alexis Kivi, Dostojewski, Sienkiewicz, Hamsun, Sillanpää, Kosztolány, Mahfus, Mishima, Salman Rushdie, Saramago oder Orhan Pamuk?

Wem verdanken wir die Kenntnis dieser Texte? Zuallererst den Übersetzern. Und was wissen wir von ihnen? In seltenen Fällen merken wir uns die Namen, ausgenommen die von Dichter-Übersetzern wie Voß, A.W.Schlegel, Rilke oder Celan. Unsere eklatante Wissenslücke im Bereich der Literatur- und Kulturgeschichte des Übersetzens soll im Laufe der nächsten 15 bis 20 Jahre das derzeit entstehende digitale und online frei zugängliche Germersheimer Übersetzerlexikon (www.uelex.de) schließen, in dem im Frühjahr 2015 die ersten „Übersetzerporträts“ samt (noch unvollständigen) Bibliographien veröffentlicht wurden. Es handelt sich um das erste deutsche Übersetzerlexikon überhaupt. Die mit ihm verbundene sehr aufwändige und nur in breiter interdisziplinärer und internationaler Kooperation zu bewältigende Forschungsarbeit wird für unser Wissen über die Geschichte des Übersetzens eine völlig neue Grundlage schaffen.

Wie die Entdeckung der Übersetzer ganz konkret ins Werk gesetzt wird, welche Schwierigkeiten es dabei zu überwinden gilt und um welche Übersetzer aus welchen Epochen es sich insgesamt handelt, soll der Vortrag zeigen. Und natürlich wird es auch um jene Übersetzer gehen, die die Literaturen Finnlands (finnische, finnlandschwedische und sámische) ins Deutsche gebracht haben.

 

 

Lisätietoja

Dieter Hermann Schmitz, lehtori
Dieter.Hermann.Schmitz@staff.uta.fi
tel. 050 318 1252