Referent:
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Übersetzerinnen und Übersetzer sind
heute mehrfach mit Typografie
und Layout konfrontiert. So gehört zur alltäglichen Arbeitspraxis der Einsatz von Textverarbeitungsprogrammen und Desktop-Publishing- Software. Dadurch übernehmen Übersetzerinnen und Übersetzer Aufgaben, die bisher zum Zuständigkeitsbereich (typo-)grafisch geschulter Berufe gehörten. Um solche Aufgaben optimal durchführen zu können, sind Grundkenntnisse in Typografie und Layoutgestaltung notwendig. Ohne diese Grundkenntnisse gerät die Arbeit mit DTP- Software leicht zur unreflektierten Anwendung von (amerikanischen) Vorgaben bzw. zur unbewussten Übernahme von Schreibkonventionen der Schreibmaschinenära. Damit aber entstehen Texte/Drucksachen, die in der Zielkultur fremdartig oder nicht ausreichend professionell gestaltet wirken und u.U. das Erreichen des Kommunikationsziels erschweren oder in Frage stellen. Ein zweiter Anwendungsbereich betrifft die Akquise: die Gestaltung der typografischen „Geschäftsausstattung“ (Flyer, Briefpapier, Visitenkarte, Rechnungsformular etc.) des Übersetzungsbüros ist mehr als Textverarbeitung und setzt ein Mindestmass an typografisch- gestalterischem Wissen und Können voraus. Eine zentrale Rolle beim typografischen Gestalten spielt die Schrift, die heute in einer Vielzahl von Varianten (Fonts) und mit umfang- reichem Zeichensatz jedermann zur Verfügung steht. Der bewußte und sensible Umgang mit typografischen Schriften und ihr sinn- voller Einsatz sowie der orthotypografisch korrekte Gebrauch einzelner typografischer Zeichen sind Voraussetzung für „Qualitäts- satz“. Ziel des Workshops ist, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unabhängig von spezifischen DTP-Softwareprogrammen mit typografischen Grund- begriffen und Gestaltungsprinzipien, insbesondere des Einsatzes typografischer Schrift, vertraut zu machen und ihnen einen Einblick in die professionelle Textgestaltung und den Stellenwert von Typografie und Layoutgestaltung beim Übersetzen zu vermitteln. Diese Kenntnisse sollen helfen, kulturspezifische Probleme bei der Layoutgestaltung zu erkennen und mit Hilfe von DTP die Übersetzung entsprechend den typografischen Konventionen der Zielkultur als Druckvorlage („druckfertige Übersetzung“) anfertigen zu können sowie bei der Herstellung typografischer Erzeugnisse für den Eigen- bedarf mitwirken zu können (bereits vorhandenes Material kann im Rahmen der Übungen demonstriert und diskutiert werden). |
Termin:
Freitag, 24. November 2000, 13.30 bis 19.00 Uhr,
Samstag, 25. November 2000, 9.00 bis ca. 19.00 Uhr.
Teilnahmegebühr:
BDÜ-Mitglieder DM 170,– (DM XXX,– mit Übernachtung
und Frühstück),
Stud.-Mitgl. DM 100,–(DM 1XX,–),
Nichtmitgl. DM 270,– (DM XXX,–)
Ausführliche Seminarunterlagen, Museumsbesuch, Mittagessen
und eine
Kaffeepause mit kleinem Imbiß am Samstag sind im
Seminarpreis enthalten.
Sonstige Getränke und der Altstadtabend werden von
den Teilnehmern
getragen.
Anmeldung:
(Anmeldeschluß 2. November 2000; bitte Anmeldeformular
anfordern)
BDÜ Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Königsgartenstraße 15
55583 Bad Münster am Stein – Ebernburg
Tel. (0 67 08) 66 03 86
Fax (0 67 08) 66 03 87
E-Mail: Daria.Schmitt@uebersetzen.de
13.30 Eröffnung des Workshops und Begrüßung der Teilnehmer
14.00
1. Infopaket
Typografie, Layout und DTP – was ÜbersetzerInnen
darüber wissen sollten
15.45 2. Infopaket
Die Schrift – typografisches Gestaltungsmittel par excellence
8.00 Frühstück (nur für Übernachtungsgäste)
9.00
4. Infopaket
Schrift national und international
Übungen „Schrift anwenden, aber richtig“
10.45
6. Infopaket
Typografische Gestaltungsmittel in Interaktion:
Faktoren der Lesbarkeit
Übung „Ist das ein optimal lesbarer Text?
| 13.30 | ![]() |
(Treffpunkt vor dem Museum) |
15.30 7. Infopaket
Was sonst noch zu sagen ist …
17.15 8. In eigener
Sache
Die übersetzerische »Geschäftsausstattung«
19.00 Abschluß des WorkshopsDas »private« Corporate Design Briefpapier, Visitenkarte, Rechnung, Flyer Logo – Do it yourself?
Übung: Diskussion und/oder Anleitung zur Gestaltung